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Die Hölle in uns

Mit WOLFSSCHLUCHT schickt Paul-Georg Dittrich das Publikum auf eine Reise durch ihre eigenen Obsessionen und Wünsche

Paul-Georg Dittrich ist Schauspiel- und Opernregisseur. Zwei seiner Arbeiten für das Theater Bremen, WOZZECK und LA DAMNATION DE FAUST, wurden für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert.
Wolfsschlucht

„Die Wolfsschlucht steckt in jedem einzelnen von uns. Sie ist der Ort, wo Sehnsüchte, Traum und Albtraum aufeinanderprallen. Ein großes Panoptikum der Obsessionen und Wünsche, der menschlichen Abgründe. Die Hölle in uns selbst. Die Wolfsschlucht ist die zentrale Szene aus Carl Maria von Webers romantischer Oper DER FREISCHÜTZ. Menschen, die die Oper kennen, haben eine ganz bestimmte Vorstellung, wie Die Wolfsschlucht auszusehen hat: Ein dunkler, animalischer Ort draußen im Wald, an dem der Held sich auf den Pakt mit dem Teufel einlässt. Wir wollen mit unserer Uraufführung diese Erwartung komplett unterlaufen. Der Abend wird in einer cleanen Fabrikhalle beginnen. Wir lösen die klassische Guckkastenbühne auf – der Zuschauer als Voyeur im gemütlichen Zuschauerraum –, stattdessen bewegt sich das Publikum durch einen Raum, den wir mit Licht und Klang ganz anders erlebbar machen.

Der Zuschauer ist Teil dieser Erfahrung, die Mystik entsteht aus ihm selbst heraus. Aus Fragen wie: Wo betrüge ich mich selbst? Wo ist meine Abkürzung? Natürlich ist die Wolfsschlucht kein Thema, das weichgespült daherkommen kann. Doch so wie es um die alptraumhaften Momente geht, um Sünden und Verrat, kann es dort auch paradiesische Verlockung geben. Es wird also nicht nur düster zugehen, sondern auch grell, betörend und utopisch. Ein Abenteuer.“